Aktive Komponenten





Aktive Video Signalverteilung - Warum?
Im Gegensatz zur analogen Audiotechnik müssen für Bildsignale wesentlich höhere Signalfrequenzen übertragen werden.
Die Übertragung von Fernsehbildern (Format PAL, 625 Zeilen, 50 Halbbilder) benötigt
eine Übertragungsbandbreite von > 6 MHz (im Vergleich: Audiobandbreite 20 kHz).
Die Bildübertragung erfolgt über Koaxialleitungen. Basierend auf den technischen
Grundlagen der Hochfrequenztechnik gelten die Bedingungen der Leistungsanpassung.
Das heißt, die Videoquelle hat eine Impedanz von 75 Ohm.
Videoeingänge haben 75 Ohm Eingangsimpedanz.


In der Videotechnik gilt:
Leistungs-Anpassung
Quellimpedanz = Lastimpedanz


Daraus folgt:
Im Gegensatz zur Audiotechnik entfällt die Möglichkeit, zwei Geräte parallel an dieselbe Videoquelle anzuschließen.
Hieraus resultiert, dass für die Verteilung einer Videoquelle auf mehrere Verbraucher immer aktive Komponenten eingesetzt werden müssen.



Und was ist mit den Loop-Ausgängen?
Viele Geräte der Videotechnik, z.B. Monitore, hochwertige VTR-Maschinen und Signalprozessoren verfügen über Loop-Ausgänge, die parallel zum Eingang geschaltet sind.
Hier kann der Abschlusswiderstand des Eingangs ausgeschaltet werden. Bei diesen Geräten kann das Videosignal durchgeschleift werden, wobei jedoch am letzten Gerät der Kette mit 75 Ohm abgeschlossen werden muss. Die Leitungslängen sollten nicht vernachlässigt werden. Das Signal wird auch in jeder BNC-Verbindung etwas gedämpft, so dass im ungünstigsten Falle am letzten Gerät der Kette kein ausreichender Pegel mehr zur Verfügung steht. Außerdem arbeitet diese Verkabelung nicht rückwirkungsfrei. Wird durch einen Bedienungsfehler oder im Servicefall die Leitung unterbrochen oder auch kurzgeschlossen, fehlt an allen Geräten das Signal.




Deshalb braucht man Verteilverstärker (Video Distribution Amp)
Die Zeichnung zeigt einen Videoverteiler (FBAS) mit einem Eingang und 4 Ausgängen. Jeder Ausgang treibt rückwirkungsfrei je eine Videoleitung bei normgerechter Anpassung. Dies erlaubt eine sternförmige Verteilung und minimiert die Leitungsverluste.




Die Kompensation von Leitungsverlusten
Je länger der Weg für unser Videosignal ist, je mehr kommt es zu Verlusten in der Leitung. Der Ohmsche Widerstand der Leitung und die Kabelkapazität bilden einen Tiefpass, dessen obere Grenzfrequenz mit jedem Meter abnimmt.
Auch der Nutzpegel nimmt ab. Deshalb benötigt man ab Leitungslängen von ca. 50 m einen Aufholverstärker, der in der Lage ist, den Pegel anzuheben und den Frequenzgang zu optimieren. Damit bleibt das Bild rauschfrei und die Farbanteile werden nicht verfälscht. Allerdings sind dem Grenzen gesetzt, so dass man ab ca. 100 m Leitungslänge über andere Übertragungsarten wie z.B. Twisted-Pair nachdenken sollte.


Leitungskompensation nach 50 m; Beispiel:



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